Hubert Distler

Hubert DistlerAm 13.7.1919 in Lindau am Bodensee geboren, gestorben am 1.6.2004 in Grafrath-Wildenroth/Ammersee.

Vater: Georg Distler, Lokomotvführer.

Mutter: Margarethe Distler geb. Münch

 

 

 

 

1936: Realschulabschluss und erste Reise nach Norddeutschland; Distler möchte Architekt werden und beginnt vorerst eine 2jährige Militärausbildung.

1938: Arbeitsdienst, Funkerprüfung.

1939 bis 1942: Teilnahme an den Feldzügen Polen, Tschechei, Frankreich und Russland als Funker. Studienurlaub – Beginn des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Franz Klammer (1942).

1943: Nach schwerer Verwundung rettet nur eine Beinamputation sein Leben. Sein berufliches Ziel ändert er notgedrungen: „Mit seinen Händen kann er schaffen“ und legt den Schwerpunkt auf Kirchenmalerei.

1946 bis 1952:  Wiederaufnahme des Studiums bei Franz Klemmer, danach bei dessen Nachfolger Franz Nagel, zuletzt als Meisterschüler. Deckenausmalung im Eingangsbereich in Augsburg, St. Max. Große Herausforderung auch in Bezug auf die körperlichen Anstrengungen (Gerüstklettern trotz Amputation), die er hervorragend meisterte.
Heirat mit Eva Beer (1919), Beginn der Selbstständigkeit.

1956: An der Evang. Akademie Tutzung lernt Distler Olaf Andreas Gulbransson kennen. Beginn einer tiefen Freundschaft. Ein erstes Gemeinschaftsprojekt mit dem Architekten Franz Lichtblau aus Oberausdorf. Hieraus entsteht eine lebenslange Zusammenarbeit.

1957: Geburt der Tochter Marin. Erste Studienreise in die Camargue.

1960: Erste Glasfenster für das Krankenhaus in Ingoldstadt, diese sind heute in der renovierten Jacobuskirche, Wettstetten/ Ingoldstadt integriert.

1961: Durch den Unfalltod Olaf Andreas Gulbranssons endet eine wunderbare Freundschaft. Dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen Distler und Gulbransson konnten viele begonnene Projekte des Architekten in seinem Sinne weiter von Hubert Distler begleitet werden. Es ist im Besonderen auch dem Kirchenmaler Distler zu verdanken, dass viele architektonische und liturgische Gedanken Gulbranssons durch den Unfalltod nicht verloren gingen, ganz besonders auch hier in Steinen.

1962: Altarbild (Fresco secco) in der Christuskirche der Ev. Luth. Kirche in 79585 Steinen, Neumattstr. 29.

1963: Übersiedlung nach Grafrath-Wildenroth/Ammersee.

1980: Kunstpreis der Ev.-Luth. Landeskirche in Bayern.

1983: Kunstpreis des Landkreises Fürstenfeldbruck/Malerei.

1998: Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk.

2004: Mit 84 Jahren in Grafrath/Ammersee verstorben.

© Prof. R. Stalla/ Christel Mohr; Bilder und Texte entnommen der Festschrift