25. Januar 2015: Vernissage Helga Serrano – Alles muss raus!

Helga Serrano-Miksch eröffnet die Verkaufsausstellung ihrer Gemälde

Engel! Vernissage Helga Serrano 2015Steinen (w/vw). Eine weitere Bilderausstelllung hängt im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirche in der Neumattstraße 29 in Steinen. Sie folgt auf die Fotografien von Karl-Heinz Labs und besteht aus Gemälden von Helga Serrano-Miksch. Ein Heimspiel – so Hermann Maier aus Freiburg, ein langjähriger Freund und Weggefährte – hier in den Räumen, die ihr vertraut sind. Sie sagt, es sei ihre letzte Ausstellung, doch kann man es nicht so recht glauben, wenn man ihre Schaffenskraft und Begeisterung für das Malen kennt. Die Künstlerin bat Maier um ein paar Worte zur Ausstellungseröffnung. Er gehört seit vielen Jahren zu den Beobachtern und Bewunderern ihres kreativen Schaffens. Sowohl Kontinuität als auch Wandel sind darin vorhanden. Immer wieder entstehen Engel, größere Bilder haben eher gegenstandslose Farb- und Formkompositionen, in Menschen- und Menschengruppen zeigt sich das Zwischenmenschliche, die Geschichte der beteiligten Menschen. Auch Tiere gehören zu ihren Motiven, vor allem Katzen, die sie in verschiedenen Techniken darstellt: Kratztechnik, Spachtelartige Farbaufgräge, Collagen, Spritz-, Tupf- und Schnurtechnik. Und ganz wichtig sind ihr die Farben, die sie zu einer wahren Explosion in ihren Bildern entfacht. Die Lebensfreude der Künstlerin zeigt sich in ihren Werken.  Mit einer Philosophie zur Gunst der Kunst von Heinrich Martin lud Nora Quevedo-Maier zum Nachdenken ein. Faszinierend vorgetragen das Gedicht „Die Flamme“ von Christian Morgenstern. Per Möckel verstand es mit seiner schauspielerisch vorgetragenen Darbietung, die Gäste so still werden zu lassen, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Künstlerin selbst freute sich riesig über den Zuspruch bei der Ausstellung. “So viele nette Leute“ waren da, auch einige ihrer Schülerinnen und Kolleginnen. Es war zuweilen sehr eng im Gemeindesaal, doch hatte sie gut kalkuliert, der dargebotene Imbiss und die Getränke reichten aus. Wichtiger Mensch in ihren Schaffenszeiten ist Ehemann Felipe. „Wenn ich male, brennt alles an. Mein Mann rennt und holt den Topf vom Herd“. Wäre er nicht, wäre sicher schon das Haus abgebrannt, so vertieft ist sie, wenn sie malt. Dann verlässt sie schon einmal der Geruchssinn. Pfarrer Kai Thierbach freute sich über den großen Zuspruch bei der Vernissage und dankte Felipe Serrano und Markus Sturm, die sich  hauptsächlich um das Aufhängen der Bilder gekümmert hatten. Am Ende der Vernissage waren über 20 Bilder verkauft, freute sich die Künstlerin. Sie möchte das Geld nicht, es soll für den Erhalt der denkmalgeschützten Gulbransson-Kirche verwendet werden. In den nächsten Wochen hängen die Bilder noch an den Wänden des Gemeindesaals und können jeweils sonntags nach den Gottesdiensten betrachtet – und käuflich erworben – werden.